Was hat sie nur dazu bewogen? Zwei Gmünder Lehrer stellen sich 1903 gegen den §175

Das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK) war die erste Organisation weltweit, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzte. Eines der Hauptziele des Komitees war die Abschaffung des § 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der homosexuelle Handlungen zwischen Männern kriminalisierte. Es richtete deshalb mehrere Petitionen an den Deutschen Reichstag. Eine dieser „Bittschriften“ wurde 1903 von zwei Lehrern aus Schwäbisch Gmünd unterzeichnet. Was mag sie nur dazu bewogen haben?

„Ein angestammter Irrtum wird durch ein tausendjähriges Bestehen nicht zur Wahrheit, aber von Generation zu Generation schlägt er tiefer Wurzel und sitzt schließlich so fest im Volksbewußtsein, dass noch so wuchtige Gegenbeweise nur schwer ihn zu erschüttern vermögen. […] So überdauern Gesetze ihre Motivation oft um Jahrhunderte. Der Richter ist gerecht, aber sein Richtspruch ist es nicht mehr, nicht ist es der Paragraf, in dessen Bann er handeln muss. Das gilt in ganz hervorragendem Maße von dem § 175 des deutschen Reichsstrafgesetzbuchs.“[1]

Magnus Hirschfeld, Arzt, Sexualforscher und 1897 Mitbegründer des Wissenschaftlich-humanitären Komites (WhK) in Berlin schrieb diese Zeilen in der Einleitung seines Buches „§ 175 des Reichsstrafgesetzbuches“. Er benennt darin eines der wichtigsten Anliegen der Organisation: die Abschaffung jenes berüchtigten Paragrafen, der homosexuelle Handlungen zwischen Männern kriminalisierte. [→ siehe dazu: Polizei, Strafverfolgung und ein besonderer Paragraf]. Den Kampf, den das Komitee dafür führte, war lang, mühevoll und am Ende erfolglos. In zahlreichen Kampagnen sammelte das WhK zwischen 1898 und 1926 mehrere tausend Unterschriften, die zu verschiedenen Zeitpunkten als Petitionen dem Justizministerium übergeben und an sämtliche Mitglieder des Reichstags und des Bundesrates verteilt wurden. Auch wenn ihre Wirkung letztlich verpuffte, trugen die öffentlichkeitswirksamen Aktionen wesentlich dazu bei, das Bewusstsein für die Rechte von Homosexuellen zu schärfen und eine Grundlage für die spätere LGBTQ+-Bewegung zu schaffen.

Es ist nie ermittelt worden, wie viele Personen insgesamt die Petitionsanträge unterzeichneten. Schätzungen gehen von ca. 6.000 Personen aus.[2] Darunter befanden sich eine „große Anzahl hervorragender Ärzte, Juristen, Schriftsteller etc.“, wie es Hirschfeld beschrieb.[3] Die Gesamtzahl verweist darauf, dass Hirschfelds Petitionen nur von einem sehr kleinen Teil der Gesellschaft unterstützt wurde. Allerdings stammten die meisten Unterzeichnenden aus den oberen Schichten des Deutschen Reiches.[4] Die begrenzte Unterstützung und die Herkunft der Sympathisanten hatten Gründe: Zum einen setzte das WhK auf eine Strategie, die mehr auf Klasse, statt Masse abzielte. Nicht die breite Bevölkerung war der Adressat des Anliegens, sondern die geistige Elite des Landes. [5] Zum anderen war es äußerst fraglich, dass ein so stark stigmatisiertes Thema einen großen gesellschaftlichen Rückhalt erhalten hätte. Nicht zu vergessen: es erforderte von den allermeisten Befürwortern jede Menge Mut, den Antrag zu unterzeichnen.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt, vermutlich im Jahre 1903, als erst 1.000 bis 2.000 Personen Hirschfelds Anliegen unterzeichnet hatten, zwei Lehrer aus Schwäbisch Gmünd auf der Liste der Unterstützer auftauchten: Dr. Johannes Greiner und Dr. Ludwig Spiro, beide am Königlichen Realgymnasium, dem heutigen Parler-Gymnasium, beschäftigt.[6] Was mag die Pädagogen dazu bewogen haben, sich für die Abschaffung des Paragrafen § 175 einzusetzen? Zumal ein offenes Eintreten für die Rechte von Homosexuellen in der schwäbischen Provinz mit einer noch größeren Gefahr verbunden war, beruflicher und gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt zu sein.

Um eins vorneweg zu schicken: Über die wahren Beweggründe der Lehrer besteht keine Klarheit. Die vorliegenden Quellen erlauben es nur, spekulative Aussagen zu tätigen. Sicherlich standen Greiner und Spiro dem Anliegen positiv gegenüber. Ihnen aber zu unterstellen, sie seien homosexuell gewesen, ist zu einfach und faktisch nicht haltbar. Es gibt keine konkreten historischen Belege oder Hinweise in ihren biografischen Aufzeichnungen oder anderen Dokumenten, die dies belegen. Ihnen aufgrund von Ehe und Kindern pauschal genau das Gegenteil zu bescheinigen, wäre ebenso fahrlässig. Eine Chance, diesem Dualismus zu entkommen, ist sich der Materie unabhängig einer möglichen sexuellen Orientierung zu nähern.

Eine erste biografische Einordnung der beiden Lehrer bis zur Unterzeichnung der Petition 1903, offenbart Unterschiede, aber auch Schnittmengen:
Prof. Dr. Johannes (Hans) Greiner wurde am 19. Oktober 1862 in Ellwangen/Jagst geboren.[7] Er begann sein Studium mit Philosophie und katholischer Theologie in Würzburg, wechselte jedoch zu klassischer Philologie und Geschichte, da er sich nicht zum Geistlichen berufen fühlte. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1889 trat Greiner in den höheren württembergischen Schuldienst ein. Zunächst unterrichtete er am Gymnasium Mergentheim, bevor er 1892 als titulierter Oberpräzeptor am Gymnasium Rottweil tätig wurde. Im Jahr 1896 erhielt er den Titel eines Professors, bevor er spätestens ab Januar 1897 am Königlichen Realgymnasium in Schwäbisch Gmünd lehrte.

Dr. Ludwig Spiro wurde am 30. Januar 1865 in Wankheim bei Tübingen geboren.[8] An den Universitäten von Tübingen und München studierte er Altphilologie und Germanistik. Seine letzten Prüfungen legte er im Herbst 1889 ab. Aufgrund seiner kränklichen Natur und möglicher Benachteiligung wegen seines jüdischen Glaubens verlief sein Lebensweg weniger geradlinig. Er war gezwungen, an verschiedenen Privatschulen zu unterrichten. Da sein jüdischer Glauben ihm eine berufliche Gleichstellung erschwerte, ließ er sich 1902 evangelisch taufen. Im März 1897 promovierte er beim Altertumsforscher Prof. Ernst von Herzog zum Thema „Die lateinischen Kolonien in Italien zur Zeit des Bundesgenossenkrieges“. Im September 1901 verbesserte sich seine berufliche Situation merklich. Spiro zog nach Schwäbisch Gmünd, um eine Stelle als Hilfslehrer am Königlichen Realgymnasium anzutreten. 

Die gemeinsame Tätigkeit am Königlichen Realgymnasium im Zeitraum von 1901 bis 1903 ist der wichtigste Schnittpunkt zwischen Greiner und Spiro.[9] Es ist anzunehmen, dass sich dort  eine Art genseitiger Respekt, Kollegialität, vielleicht auch Sympathie oder sogar Freundschaft entwickelte. Ein Fixpunkt könnte das ungefähr gleiche Alter und die humanistische Ausbildung gewesen sein. Eine weitere Basis dieser Beziehung lag sicher in der gemeinsamen Liebe zur deutschen Sprache und zu den klassischen Sprachen des Altertums begründet. Auch ihr gemeinsames Interesse für die Geschichte der Antike dürfte eine Rolle gespielt haben. Für Greiner lässt sich im Zeitraum 1901–1903 ein großes außerschulisches, geschichtliches Engagement belegen, das mit seinem Interesse für Altertumsfragen zusammenhing.[10] Liegt hier der Schlüssel zum Verständnis, was sie zur Unterschrift bewog? In einigen Kulturen wie dem antiken Griechenland waren bestimmte Formen von Homosexualität gesellschaftlich akzeptiert. Einige Gelehrte, wie der Schweizer Heinrich Hössli oder der Deutsche Karl Heinrich Ulrichs, leitete daraus ab, dass diese Liebe auch im 19 Jahrhundert weder als Verbrechen bestraft noch als Krankheit geheilt oder als Sünde verdammt werden könne.[11]

Greiner und Spiro hatten also Manches gemeinsam. Das alleine erklärt jedoch noch nicht, weshalb sie 1903 die Petition unterschrieben. Ein wichtiger Beweggrund mag in ihrem Beruf und in dem davon abgeleiteten Standesethos zu sehen sein. Gymnasiallehrer in der wilhelminischen Zeit (1888-1918) waren eine gesellschaftlich angesehene Berufsgruppe, die ein starkes Standesbewusstsein entwickelte. Dieses Standesbewusstsein resultierte aus ihrer Rolle als Träger und Vermittler von Bildung und Kultur sowie ihrer sozialen Stellung. Sie sahen sich nicht nur als Hüter der traditionellen humanistischen Bildung und als Erzieher zukünftiger Führungskräfte, sondern betrachteten ihre Arbeit als Beitrag zur nationalen und kulturellen Entwicklung Deutschlands.[12] Diese Geisteshaltung machte sie für das WhK zu einer wichtigen Adressatengruppe bei der Werbung um Unterschriften. Eine Aussage aus dem Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen von 1904 unterstreicht dies:

„Wir traten zunächst an die Schuldeputationen, die Mitglieder der Provinzial -Schulkollegien, sowie sämtliche Direktoren, Rektoren und Lehrer aller höheren Unterrichtsanstalten des Reiches heran und gewannen damit für die Petition einen Zuwachs von ungefähr 750 Unterschriften.“
Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen, 1904[13]

Der Zuwachs von ungefähr 750 Stimmen mag das WhK als Erfolg verbucht haben. Allerdings schrumpft seine Relevanz angesichts der Anzahl der angeschriebenen Lehrerschaft im Deutschen Reich in seiner Bedeutung merklich zusammen: Das Komitee hatte das Unterstützerschreiben an ca. 25.000 „Direktoren und Lehrer höherer Lehranstalten, Schuldeputationen und Provinzial- Schulkollegien“ geschickt.[14] Die geringe Resonanz verdeutlicht, dass der aufgeklärteste Teil der Lehrerschaft, der den § 175 als Anachronismus empfand und dazu noch bereit war, mit seiner Unterschrift Stellung zu beziehen, immer noch überschaubar gering war. Umso bedeutsamer ist es deshalb, dass zwei Gmünder Lehrer den Mut hatten, eine Petition gegen § 175 zu unterzeichnen. Das zeugt von erheblicher Courage und Fortschrittlichkeit, in einer Ära, die sich durch autoritäre Strukturen und konservative Werte auszeichnete. Ihre Handlung bedeutete zusätzlich ein hohes persönliches Risiko, das beim jüdisch-stämmigen Hilfslehrer Spiro sogar noch größer ausfiel, als beim besser situierten katholischem Pädagogen Prof. Greiner. Hatten sie dadurch Nachteile? Darüber gibt es keine Quellenfunde. Belegt ist, dass Greiner zum Jahreswechsel 1903/1904 Schwäbisch Gmünd verließ und zum Konvikts-Gymnasium in Ehingen/Donau wechselte. Ob dies mit der Petition im Zusammenhang steht, ließ sich nicht feststellen.  

Nach ihrer gemeinsamen Zeit in Schwäbisch Gmünd entwickelten sich die Lebenswege der beiden Pädagogen unterschiedlich. Johannes Greiner übernahm 1905 eine Gymnasialstelle in Ulm, wo er über 20 Jahre wirkte. 1913 wurde er ehrenamtlicher Bibliothekar und Archivar der Stadt Ulm. Aufgrund schwerer Krankheit zog er sich 1925 von seinen Ämtern zurück und verstarb 1927 im Alter von 64 Jahren. Ludwig Spiro trat im Juni 1906 eine Lehrerstelle in Weinsberg an. 1909 wechselte er ans heutige Uhland-Gymnasium nach Tübingen. Zwischen 1917 und 1929 unterrichtete er wieder in Schwäbisch Gmünd. Seine letzten Jahre verbrachte der renommierte Goethe-Kenner als Pensionär erneut in Tübingen. Von den Nationalsozialisten 1935 zum „Volljuden“ erklärt, erlebt er dort alle Formen der Ausgrenzung und Verfolgung, bis er 1941 aus dem Leben schied.

Hirschfeld, Magnus/Aander-Heyden, Eduard: An die Gesetzgebenden Körperschaften des Deutschen Reiches. In: Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, https://www.digi-hub.de/viewer/fullscreen/BV042530362/5/, (Abruf 20.05.2024)
Petition des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (1926) Wissenschaftlich-humanitäres Komitee - Eingabe gegen das unrecht des §175 R.St.G.B., Berlin Petition des Wissenschaftlich-humanitären Komitees gegen den § 175. Gmeinfrei: Quelle Wikipedia
Von Hirschfeld, Magnus - http://www.schwulencity.de/hirschfeld_was_muss_volk_wissen_1901.html, Gemeinfrei

Literaturverzeichnis
> Gammerl, Benno: Queer, eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute, München 2023.
> Herzer, Manfred: Eine sehr unvollständige Petentenliste. In: Capri, Zeitschrift für schwule Geschichte, Nr. 37, Berlin 2005, S. 25-43.
> In het Panhuis, Erwin: Anders als die Andern. Schwule und Lesben in Köln 1895-1918, Köln 2006.
> Kruse, Wolfgang: „Bürgerliche Gesellschaft und Bildungswesen im Kaiserreich“, Essen 1990.
> Raberg, Frank: Biografisches Lexikon für Ulm und Neu-Ulm (1802 – 2009), Ulm 2010.
> Waßmann, Harry (Hg.): Nach 80 Jahren, Zur Erinnerung an Dr. Ludwig Spiro 1865 – 1941, Tübingen 2022.

Archivalische Quellen
Gmünder Tagblatt, 05.11.1903, Nr. 252 (Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, Best. C03.37).
> Hirschfeld, Magnus: § 175 des Reichsstrafgesetzbuches: die homosexuelle Frage im Urteile der Zeitgenossen. Spohr, Leipzig 1898. In: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Onlinebestand, http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3447087, (Abruf: 20.04.2024).
> Meldekarten zu Johannes Greiner und Ludwig Spiro: Meldekarteien bis 1927 (Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, A12a.01).
> „Programm des Kgl. Realgymnasiums in Gmünd: am Schlusse d. Schuljahrs“ 1896/97(1897) – 1905/06(1906); 1906/07, in: Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 2014, https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/titleinfo/7207634, (Abruf: 28.05.2024).
> Wissenschaftlich-humanitären Komitees (Hg.): Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen 1904, S. 649. In: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt 2023, https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/variaperiodika/periodical/titleinfo/13100023, (Abruf: 28.05.2024).

[1]Hirschfeld, Magnus: § 175 des Reichsstrafgesetzbuches: die homosexuelle Frage im Urteile der Zeitgenossen. Spohr, Leipzig 1898. In: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Onlinebestand, http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3447087, (Abruf: 20.04.2024).

[2]Herzer, Manfred: Eine sehr unvollständige Petentenliste. In: Capri, Zeitschrift für schwule Geschichte, Nr. 37, Berlin 2005, S. 25-43.

[3] Hirschfeld: § 175, S. 6.

[4] Es finden sich eine Vielzahl von Personen, deren Berufsbeschreibung auf hohe Positionen in Verwaltung, Militär oder im Gesundheitswesen etc. schließen lassen. Bei den Erstunterzeichnern stechen der Dramatiker Gerhart Hauptmann, August Bebel oder Käthe Kollwitz hervor. Später erweitert sich der Kreis um Albert Einstein, Heinrich und Thomas Mann oder Stefan Zweig u.a.

[5] In het Panhuis, Erwin: Anders als die Andern. Schwule und Lesben in Köln 1895-1918, Köln 2006, S. 15.

[6] Siehe dazu Herzer: Petentenliste, S. 31 und S. 42.

[7] Zu den biografischen Lebensdaten siehe: Raberg, Frank: Biografisches Lexikon für Ulm und Neu-Ulm (1802 – 2009), Ulm 2010, S. 127f. Raberg gibt hier 1896 als Beginn seiner Lehrtätigkeit an. Der Eintrag auf den Gmünder Meldekarten lässt vermuten, dass Greiner erst im Januar 1897 am Realgymnasium begann. Vgl. Meldekarten zu Johannes Greiner: Meldekarteien bis 1927 (Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, A12a.01).

[8] Zu den biografischen Daten siehe: Waßmann, Harry (Hg.): Nach 80 Jahren, Zur Erinnerung an Dr. Ludwig Spiro 1865 – 1941, Tübingen 2022.

[9] Vgl. dazu: „Programm des Kgl. Realgymnasiums in Gmünd: am Schlusse d. Schuljahrs“ 1896/97(1897) – 1905/06(1906), in: Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 2014, https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/titleinfo/7207634, (Abruf: 28.05.2024).

[10] Dr. Greiner erhielt im Oktober 1901 eine sechswöchige Beurlaubung vom Schuldienst, um an einem archäologischen Kurs in Italien teilzunehmen. Als bekannt wurde, dass er zum Jahresende das Gymnasium verlassen würde, würdigte das Gmünder Tagblatt, seine „gediegenen“ geschichtlichen Vorträge. Siehe dazu: „Programm des Kgl. Realgymnasiums“ 1901/1902, S. 25 und Gmünder Tagblatt, 05.11.1903, Nr. 252 ((Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, Best. C03.37).

[11] Gammerl, Benno: Queer, eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute, München 2023, S. 50ff.

[12] Siehe dazu: Kruse, Wolfgang: Bürgerliche Gesellschaft und Bildungswesen im Kaiserreich, Essen 1990.

[13] Wissenschaftlich-humanitären Komitees (Hg.): Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen 1904, S. 649. In: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt 2023, https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/variaperiodika/periodical/titleinfo/13100023, (Abruf: 28.05.2024).

[14] Ebd. S. 742.

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